März in Labin und Rabac

Osterfrühstück in Rabac, 1. April

Erleben Sie Ostern am Meer und lernen Sie die Labiner Osterfrühstückstradition kennen! Zum istrischen Osterfrühstück gehören gekochter Schinken, Käse, Frühlingszwiebeln, Osterbrot und Hroštule, ein heimisches trockenes Süßgebäck. Genießen Sie das herzhafte Frühstück bei Volksmusik und –tänzen der Labiner Region sowie populären Melodien live im Hafen von Rabac.
Rabac-Hafen, 10:30 bis 11.30 Uhr.

 

Die Labiner Republik

Einer der ersten Aufstände gegen den Faschismus in Europa fand in Labin, dem Bergbauzentrum Istriens, statt. Der Streik und die darauf ausgerufene Selbstverwaltung der Labiner Bergleute dauerte vom 2. März bis zum 8. April 1921.
Der Streik begann, als sich etwa 600 Bergleute auf dem Ortsplatz in Vinež versammelten, um gegen die Musolini-Faschisten zu protestieren, die ihren Gewerkschaftsführer Giovanni Pipan nach Pazin gebracht und dort misshandelt hatten. Daraufhin besetzen die Bergleute die Labiner Bergwerke und alle Tagesanlagen, verminten die Stollenzugänge und organisierten ihre eigenen bewaffneten Truppen. Über alle politischen und sozialen Fragen entschied das Grubenkomitee, an dessen Spitze Pipan stand. Unterstützt wurde es von einem Adeligen, dem „roten Baron“ Giovanni Tonetti. Der Grubenverwaltung wurden Forderungen der Streikenden unterbreitet, während die Bergarbeiter nach ein paar Tagen die Arbeit im Steinkohle-Bergbau selbst organisierten und wieder aufnahmen. Die Grubenverwaltung veranlasste aber am 8. April überraschend eine militärisch-polizeiliche Aktion, und die schlecht bewaffneten und unerfahrenen Bergleute mussten nachgeben. Es folgte eine Vergeltungsaktion, bei der etwa 40 Aufständische verhaftet und nach einem Gerichtsverfahren in Pula wieder freigelassen wurden. Alles über das Leben der Labiner Bergleute können Sie im Volksmuseum der Stadt Labin erfahren, in dessen Kellerräumen im Barockpalast sich ein etwa 150 m langer nachgebildeter Bergstollen befindet.
www.facebook.com/muzej.labin/

 

Matthias Flacius Illyrikus

Haben Sie schon gewusst, dass ein engster Mitarbeiter von Martin Luther der gebürtige Labiner Matthias Flacius Illyricus (geb. am 3. März 1520 in Labin, gest. am 11. März 1575 in Frankfurt am Main) war? Alles über das bewegte Leben und das umfangreiche Schaffen eines der europaweit einflussreichsten Geister des 16. Jahrhunderts erfahren Sie bei der Besichtigung seiner Gedenksammlung, die sich im Palast Frankovich in der Altstadt von Labin befindet. Dieser vorzügliche Theologe, Kirchenhistoriker und Professor der griechischen und lateinischen Sprache hinterließ uns mehr als 200 Bücher und zahlreiche Fachschriften.
In der Gedenksammlung sind Kopien vieler Werke aus seinem reichen Opus ausgestellt, darunter auch seine zwei bedeutendsten und bekanntesten Werke Titel: die „Magdeburger Centurien“ (Kirchengeschichte in 13 Bänden) und der „Schlüssel zur Heiligen Schrift“.
www.facebook.com/muzej.labin/

 

Das Bittergemüse der Labiner Region

Vitalisieren Sie sich mit gesunden heimischen Frühlingsspezialitäten der Labiner Region, die hier schon jahrhundertelang konsumiert werden. Seien Sie endlich im Gleichgewicht mit der Natur und laben Sie sich mit gesundem Bittergemüse und Wildkräutern, die sehr reich an C-Vitamin und Antioxidantien sind. Kosten Sie traditionelle Labiner Gerichte, die auf die althergebrachte, einfache Art aus diesen Frühlingsgeschenken der Natur zubereitet werden. Wilde Spargeln, Rosmarin, Radicchio, Brennessel, Schnittlauch, Frühlingszwiebel, Rukkola usw., in schmackhafte Leckereien verwandelt, finden Sie in den Restaurants und Konobas in Rabac und Labin. Die populärsten lokalen Spezialitäten sind wohl das Wildspargeln-Omelette (Fritaja) mit Prosciutto und das Wildspargelragout mit Fuži (heimische Teigware). Als Vorspeise empfehlen wir Sardellen mit Bohnen und Raddichio, und als Hauptgericht etwa Hühnerragout mit Pljukanci (heimische Teigware), oder Brenessel mit Salzkartofeln, und dazu einen Salat aus frisch gesammelten wilden Spargeln, Radicchio und Schnittlauch mit istrischem nativen Olivenöl extra.
www.rabac-labin.com/de/152-gastro-eno

 

Rustikale Köstlichkeiten aus der Taverne Markus

Im pitoresken Dorf Ripenda Breg oberhalb von Rabac erwarten Sie im Restaurant Markus authentische Gerichte der Labiner Region.Ein besonderes Erlebnis ist es, die köstliche Mahlzeit in der uralten Taverne einzunehmen, in der von der Decke herab luftgetrocknete istrische Prosciuttos und Würste hängen, während sich der freundliche Wirt um seine Gäste bemüht und aus dem eigenen Weinkeller hervorragenden Merlot, Malvasier und Chardonnay auf den Tisch bringt. Und neben dem Weinkeller ist der eigene Weingarten mit den drei Rebsorten zu sehen... Neben den Oster-Fleischköstlichkeiten, wie etwa Prosciutto (luftgetrockneter Rohschinken), Ombollo (geräuchertes Schweinskaree) und der heimischen istrischen Platte mit Ziegenkäse, sind im März auch die berühmten Hausspezialitäten zu haben: der Markus-Kopffüsser mit Rukkola, frische Krabben und Kvarner-Scampi. Die Taverne ist außerdem ganzjährig auch Bed & Breakfast. Ein Kinder-Spielplatz und der große Haushof in dem man die Mahlzeiten einnehmen kann, tragen zusätzlich zu der entspannten, heimeligen und familiären Atmosphäre für die ganze Familie bei.
www.markus.hr

 

Der Wanderweg Bella Vista

Rabac – Kosi – Standar – Rabac
Erleben Sie die Schönheit der Natur, verspüren Sie den Geist des Altertums und befreien Sie sich vom Stress des Alltags... Willkommen auf den Wanderweg Bellavista (Schöne Aussicht), der in Rabac beginnt und über den Hafen von Rabac, die Halbinsel St. Andrea und das Dorf Ripenda, hinauf zum 474 m hohen Standar-Plateau führt. Vom Standar, auf dem sich mehrere archäologische Fundstätten befinden, eröffnet sich ein unwiederholbarer Panoramablick auf die Kvarner-Bucht. Im Laufe der Geschichte lernten die Menschen befestigte Siedlungen und Tumuli (Hügelgräber aus vorhistorischer Zeit) aus Steinen zu bauen.
Die uralten Trockenmauern, in deren Steine sich die Geschichte eingeschrieben hat, werden Sie mit Ehrfurcht erfüllen. Sie entstanden in der Zeit, als die Menschen begannen, Landwirtschaft zu betreiben und Steine zur Begrenzung und Eigentumsmarkierung ihrer Ackerparzellen zu verwenden. Trockenmauern sind die älteste Bauart im ganzen Mittelmeerraum und damit auch in Istrien. Der Bau von Trockenmauern ist Handwerk, Kunst und Wissenschaft zugleich: ganz ohne Mörtel werden dabei Steine, die örtlich vorkommen, reihenweise aufeinandergelegt.
Vom Plateau Standara aus eröffnen sich wunderschöne Ausblicke auf das tiefblaue Meer sowie die benachbarten Inseln Cres und Lošinj, und bei schönem Wetter reicht der Blick sogar bis zum Berg Velebit hin. Auf der anderen Seite erstreckt sich das istrische Inland mit den mystischen Glockentürmen der mittelalterlichen Städtchen Labin, Pićan und Gračišće.
Von den sagenhaften Panoramablicken und den zauberhaften Duften der mediterranen Pflanzenwelt berauscht, gelangen Sie über die Dörfer Ripenda Vicani und Gornji Rabac schließlich wieder nach Rabac zurück.
Weglänge 15,7 km
Wegdauer 4 - 5 Stunden