Oktober in Labin und Rabac

Die 2. Industriekunst – Biennalle, Labin

Noch bis zum 28. Oktober findet im Volksmuseum Labin, im Kulturzentrum Lamparna und in der Stadtbibliothek Labin die seit Juli laufende 2. Industriekunst-Biennale „Auf den Rücken der gefallenen Riesen“ statt. Sie wurde von Labin Art Express XXI, dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst (MMSU) Rijeka und dem Archeologischen Museum Istriens in den Städten Labin, Raša, Vodnjan und Rijeka organisiert, und zwar im Rahmen des Projekts Rijeka – eurpäische Kulturhauptstadt 2020. In Labin können Sie die Werke von 27 kroatischen und ausländischen Künstlern und Kunstkollektiven sehen. Die Labiner Industriekunst-Biennale wurde zum ersten Mal 2016 vom Kunstkollektiv L.A.E. XXI veranstaltet mit dem Wunsch, die ehemaligen Bergwerke auf der Gebiet von Labin und seiner Umgebung zu revitalisieren. Die Bergbauindustrie in Istrien führte zur Kapitalexpansion, zu kolonialen Eroberungen und Kriegen, unterstützte die faschistische Kriegsindustrie und beteiligte sich am sozialistischen Aufbau, um heute zum Industriekulturerbe zu werden.
www.industrialartbiennale.eu

 

Der 2. Laser Rabac Cup, Rabac, 6. -7. 10.

In der Organisation des Segelklubs Kvarner aus Rabac findet in der Bucht von Rabac der 2. Laser-Cup statt. Genießen Sie den spannenden Wettkampf der weißen Segeln aus der ersten Reihe und mieten Sie selbst ein Boot, mit dem Sie wunderschöne Ausflüge zu den einsamen Buchten des südöstlichen Istriens machen können. Und nächstes Jahr seien Sie unbedingt bei der Regatta der Labiner Republik im Mai und der Rabac-Regatta im September wieder dabei, denn die echten Adria-Fans haben ihre Freude an Wind und Wellen das ganze Jahr durch.
www.jkkvarner.hr

 

Das flüssige istrische Gold

Im Oktober beginnt die Olivenlese in Istrien, das dieses Jahr zum dritten Mal vom einflussreichen Olivenölführer Flos Olei 2018 zur weltweit besten Olivenölregion ausgerufen wurde. An der Spitze der Liste der besten Olivenölhersteller befinden sich die Labiner Olivenölerzeuger, deren Öle man in Restaurants in der ganzen Labiner Region kosten kann. Die nativen Olivenöle extra Oleum Viride Belić erwarten Sie in der Oleothek der Familie Belić in Rabac, wobei Sie den atemberaubenden Blick auf die Bucht von Rabac genießen können. Bei der fachgeführten Verkostung erfahren Sie, wie die ein- und mehrsortigen Öle der Belić-Selektion zu verschiedenen Nahrungsmitteln und Gerichten passen. Eine einzigartige Atmosphäre erleben Sie bei der Verkostung der Olivenöle in der Art Gastro Galerie Negri im Palast Negri in der Altstadt von Labin. Erleben Sie Kulturerbe und Kunst in Kombination mit Olivenölen und Weinen der Spitzenqualität, das Ganze kunstvoll mit Medica (Honigschnaps), einer Sektauswahl, istrischem Prosciutto und Käse abgerundet! Im Ölwerk der Familie Bačac im Dorf Perinići bei Pićan können Sie erfahren, wie das Olivenöl hergestellt wird und das Oil Perin Perinić verkosten und kaufen. Und in der beliebten Konditorei Pingo in Rabac gibt es das mit Goldmedaille preisgekrönte Olivenöl Oleas vom Familienlandgut Štucin zu kaufen.
www.rabac-labin.com/de/152-gastro-eno

 

Der Wanderweg des hl. Florus', Dorf Kranjci

Traditionell wird am 27. Oktober der Festtag des hl. Florus', des Schutzpatronen der gleichnamigen kleinen romanischen Kirche im Dorf Kranjci bei Labin gefeiert. Daher ist Oktober genau die richtige Zeit für einen Spaziergang auf dem Wanderweg des hl. Florus', der Sie durch die herrlichen Herbstfarben der Labiner Weingärten, Olivenölhaine, Gärten und Trockenmauer führen wird. Dabei erfahren Sie auch die Legende vom vergrabenen byzantinischen Gold. Der lokalen Legende nach wurde diese Kirche nämlich zu byzantinischer Zeit von Griechen gebaut. Sie waren sehr reich, aber dann kam die siebenjährige Dürre, so dass sie wegen großer Hungernot die Gegend schließlich verlassen mussten. Das viele Gold luden sie auf einen kleinen Pferdewagen. Da die Last für die Pferde einfach zu schwer war, mussten sie einen Teil ihres Goldes in ein Branntweinkessel verstauen, den sie dann bei der St.-Florus-Kirche vergruben. Dabei legten sie ein heimliches Gelübde ab. Sie kamen nie zurück um ihr Gold zu holen, und auch das Gelübde ist bis zum heutigen Tage ein Geheimnis geblieben. Die kleine St.-Florus-Kirche wurde Mitte des 6. Jahrhunderts errichtet und steht heute auf der Liste der geschützten Kulturgüter Kroatiens. Sie birgt einen wertvollen Altar mit Plutei (hölzerne Trennwände) und Flechtornamentik.
Entfernung: 3 km von Labin entfernt, entlang der Straße, die von der Altstadt Richtung Stadtfriedhof und Koromačno führt
Weglänge: 20 Minuten vom Dorf Kranjci aus
Wanderzeit: 1 Stunde
www.rabac-labin.com/de/171-der-wanderweg-des-hl-florus-dorf-kranjci-labin

 

Gusto auf Waldpilze?

Besuchen Sie die Restaurants in Rabac und Labin und genießen Sie im Oktober die deliziösen Gerichte mit Waldpilzen und weißen Trüffeln. Die Saison der Trüffel-Suche dauert übrigens von Oktober bis Winteranfang. Die Labiner Wälder und Weiden bergen eine Fülle an verschiedensten Pilzen, von den beliebten Steinpilzen, Mönchsköpfen und Milchlingen bis hin zur weißen Trüffel – der Königin der istrischen Wälder. Kosten Sie Rühreier mit weißer Trüffel, istrischen Käse mit Trüffeln, pljukanci oder fuži (istrische Teigware) mit Steinpilzen und Ombolo (gebeizte, luftgetrocknete Schweinelende), Beefsteak mit Trüffeln, fuži und Granatapfel, oder aber die herrliche Pizza „Waldgöttin“ mit Pilzen, Trüffel, Pelati (geschälte Tomaten), Mozzarella und Oliven...
www.rabac-labin.com/de/152-gastro-eno

 

Die Kanonen von Torjon

In der Altstadt von Labin macht man Fotos am liebsten neben den eisernen Kanonen auf den Türmen Torjon vor dem Stadttor San Fior sowie auf Fortica, dem Aussichtspunkt mit dem wunderschönen Blick auf die Bucht von Rabac. Die attraktiven eisernen Riesen, die Alt und Jung gleichermaßen anziehen, haben eine interessante Geschichte. Die jetzigen Kanonen wurden nämlich erst 1995 auf Fortica und Torjon aufgestellt. Torjon wurde als Verteidigungsturm nach dem Angriff der Uskoken auf Labin im Jahre 1599 gebaut. Die ersten zwei kleinen Kanonen wurden während der italienischen Herrschaft nach dem Zerfall der Österreichisch-ungarischen Monarchie auf Torjon postiert. Nach dem 2. Weltkrieg entfernten die jugoslawischen Behörden die beiden Kanonen von Torjon, denn sie galten als Symbole des faschistischen Italien. Der Zufall wollte es aber, dass an ihrer Stelle heute wieder die österreichisch-ungarischen Kanonen stehen...