Januar in Labin und Rabac

1. Das Jahr 2020 im Zeichen von Matthias Flacius Illyricus

Mit zahlreichen Programmen feiert die Stadt Labin dieses Jahr den 500. Jahrestag der Geburt seines berühmtesten Bürgers Matthias Flacius Illyricus. Geboren wurde der lutherische Reformator, Theologe, Linguist, Philosoph und Kirchenhistoriker am 3. März 1520 in Labin (Albona), das zu jener Zeit venezianisches Hohheitsgebiet war. So findet im April das 5. Internationale wissenschaftliche Symposium „Matthias Flacius Illyricus“ statt, und im gleichen Monat wird auch ein für Schüler gedachtes informatives Heft herausgegeben. Das Theater Naranča arbeitet an einer Theatervorstellung über das Leben von Matthias Flacius Illyricus. Zum gleichen Thema wird es außerdem eine Ausstellung der Labiner Künstler geben, und das Dokufilmfestival Spheena Dox, das im Rahmen der Labin Art Republik im Sommer stattfindet, ist ebenfalls dem Leben von Illyricus gewidmet. Die Offene Volksschule Labin und das Volksmuseum Labin arbeieten gleich an mehreren Projekten: an der Modernisierung der Gedenksammlung von MFI und an der Einrichtung einer dazugehörigen Bibliothek und eines Lehrraums sowie am Ankauf von Büchern, Dokumenten und Gegenständen, die mit dem Leben und Werk von Matthias Flacius Illyricus verbunden sind. In Zusammenarbeit mit der National- und Univeristätsbibliothek in Zagreb ist eine Ausstellung der alten, wertvollen Büchern aus dem Bestand der Handschriftensammlung und und der Sammlung der alten Bücher in Zagreb und Labin geplant. Besuchen Sie also Labin und erfahren Sie mehr über das Kulturerbe unseres bekanntesten Mitbürgers.

 

2. Bikezentrum für aktive Familien

Das Bikezentrum und der Bikepark Rabac sind sowohl unter Radprofis als auch unter Freizeitradlern zu einer Hitdestination geworden, aber vor allem ist der Ort bei aktiven Familien beliebt. Hügeln, Täler, schöne Buchten, mildes Klima, ausgezeichnete Strecken und die neuen Family Trail und Espresso-Radstrecke bieten sich das ganze Jahr über für einen perfekten Radurlaub an. Den Kindern stehen leichte easy bis medium Strecken sowie ein kleiner Pumptrack zur Verfügung, und der Strand ist nur eine Minute vom Park entfernt! Das Bikezentrum hat natürlich alles, was der Radfahrer, ob Hotelgast oder individueller Urlauber, braucht: vom Service, über Ersatzeile bis hin zur Fahrradverleih. Für die kommende Saison werden neue E-Bikes und neue mechanische Hardtails angeschafft, während Bike-Delivery für alle außerhalb von Rabac untergebrachten Urlauber ausgebaut wird. Es ist höchste Zeit, Ihren aktiven Urlaub zu planen. Verbringen Sie ihn dieses Jahr in Rabac!
www.facebook.com/bikecenterrabac/

 

3. Die Labiner Mundart cakavica wurde zum geschützten immaterillen Kulturgut ernannt

Die Labiner Mundart (Labinjonska cakavica – das Labiner Zakawische) ist sehr spezifisch und unterscheidet sich dermaßen von anderen Mundarten im Umfeld, dass ihre Sprecher weit und breit daran erkennbar sind. Sie ist das Schlüsselelement der geistigen, historischen, kulturellen und sprachlichen Identität der Labiner Region und ihrer Bewohner, die auf den neulich erworbenen Status ihrer Mundart als des geschutzten Kulturguts der Republik Kroatien sehr stolz sind. Die Stadt Labin hat noch 2014 das Projekt „Cagodar“ initiert mit dem Ziel, die autochthone Labiner Sprache – die labinjonska cakavica – zu erhalten, pflegen und fördern. Die Labiner Idiome sind sehr gut erhalten geblieben, weil die lokalen Bewohner sie bewusst für tägliche Kommunkation benutzen und in den Familien pflegen, und ein großes Interesse daran zeigen, sie zu erhlaten und zu fördern. Spezifisch für diese Mundart sind unter anderem ihre Rhytmik und eine einzigartige Melodik, sowie Nasallaute und andere fonetischen Elemente, die man in anderen Mundarten des istrischen Tschakawischen nicht findet. Lernen Sie das Kulturerbe von Labin und seine Bewohner sowie wie ihre einmalige Sprache kennen.

 

4. Das neue Gastro-Erlebnis in Plomin Pizzerija Burra

Die Pizzerija Burra im Zentrum vom malerischen Plomin, direkt an der Hauptstraße nach Rijeka, wurde erst von ein paar Monaten eröffnet, ist aber schon nicht nur in Istrien, sondern auch außerhalb der Halbinsel bekannt. Sie befindet sich gegenüber des sehr bekannten Restaurants Dorina, das schon 60 Jahre lang die Tradition des istrischen Gastgewerbes aufrecht erhält, und wo schon die vierte Generation der Familie Knapić nun moderne Gerichte mit einem Hauch von Tradition auf den Tisch bringt. Auf dem Menü findet man z.B. den saftigen istrischen Burger Sv. Juraj mit Kalbstagliata und einer Soße mit istrischen Safran, die Pizza Burra mit Fior-di-Latte-Mozzarella, Boškarin-Carpaccio und einem Waldpilzen- & Wallnusspesto, Torten mit Orangen, istrischem Frischkäse (Skuta) und Honig, Tortillas mit heimischen Zutaten, Craft – Biere.... Wenn das nicht Grund genug ist, sich diesen Winter vor dem kalten Bora-Wind in die angenehme Wärme der neuen Gaumenkitzler in Plomin zu flüchten!
www.facebook.com/pg/burrapizzeria

 

5. Sentonas Wanderweg Labin – Rabac für gute Form im neuen Jahr

Der Wanderweg der Labiner Göttin Sentona, der Schutzpatronin der Reisenden, führt Sie vom mittelalterlichen Labin bis zur wunderschönen Adriaküste in Rabac hinunter. Die Altstadt von Labin atmet den Altertums- und Mystikgeist und lädt zum Erkunden seiner Zauber und seiner Schönheit ein. Besuchen Sie das Volksmuseum, die Gedenksammlung von Matthias Flacius Illyricus und die Ateliers der Labiner Maler und Bildhauer. Genießen Sie den zauberhaften Ausblick von der Fortica auf die Bucht von Rabac, die Insel Cres und die Gebirgskette Učka. Steigen Sie dann entlang der Aleja Velikana (die Verdienten-Allee) hinunter und durch den Pinienwald (Pineta) bis zu dem Ausgangspunkt des Wanderwegs nach Rabac (beim Büro der Touristenverbandes der Stadt Labin). Bei frischem Lorbeer- und Pinienduft enthüllt Ihnen die Göttin gerne die schönste Naturschutzlandschaft der Labiner Gegend und versetzt Sie in Ihre Kindheit und Ihre vergessenen Phantasielandschaften zurück. Feenhaine, die von Bächlein und Sturzbächen durquert werden, über die wiederum kleine Brücken führen und die immer wieder kleine, rauschende Wasserfälle bilden... Das Quellenwasser trieb einst die alte Mühle an, deren Ruine immer noch am großten Wasserfall zu sehen ist. Hier stürzt das Wasser in einen kleinen, türkisfarbenen See hinein, aus dem ein Bach durch das Bachtal in der Maslinica-Bucht weiterfließt, um schließlich im Meer zu münden.
Weglänge: 3,7 km
Dauer: 1,5 Stunden
http://bit.ly/2ELNZZP

 

6. Uskokenschlacht

Eine der spannendsten mittelalterlichen Geschichten über Labin wurde in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 1599 erzählt, als etwa 600 Uskoken die kleine ummauerte Stadt auf der Bergspitze angriffen. Uskoken waren militärisch organisierte Haiduken, die gegen die türkische Herrschaft und die Republik Venedig kämpften. Zum Zeitpunkt des Angriffs auf Labin befanden sich in der Stadt nur 30 Soldaten und etwa 300 waffentaugliche Männer. Der Legende nach, besiegten die zahlenmäßig unterlegten Labiner, angeführt vom Soldaten Giambatista Negri, dem Pfarrer Priam Luciani und dem Komandanten Pietro de Rina, den Feind durch List. Sie schlachteten nämlich einen Oxen und ließen sein Blut unter dem Stadttor hinausfließen, füllten gleichzeitig Fässer mit Eisenstücken aus und rollten diese die steilen Gassen der Stadt hinunter, womit sie einen Höllenlärm machten. So erweckten sie den Eindruck einer gut organisierten Verteidigung, die den feindlichen Uskoken schon beträchtliche Verluste beibrachte. In der Stadt gab es nur einige Tote, und nur ein Haus wurde ausgeplündert, denn die Uskoken hatten bald die Flucht ergriffen. Da am 20. Januar der Festtag des hl. Sebastians ist, hielten die Labiner die erfolgreiche Verteidigung der Stadt für einen Verdienst dieses Heiligen. Aus Dankbarkeit ernannten sie ihn zu ihrem Schutzherrn.