April in Labin und Rabac

Labiner krafi zu Ostern

Jetzt, wo Sie zu Hause bleiben müssen, nützen Sie die Zeit und bereiten Sie ein traditionelles Gericht unserer Gegend zu – die Labiner krafi. Es sind eine Art Ravioli mit einer süßen Füllung aus Frischkäse. Ravioli werden auch in anderen Regionen Istriens zubereitet mit dem Unterschied aber, dass die Labiner Ravioli süß sind und traditionell gekocht mit gebratenem Huhn serviert werden. Gegessen wurden sie immer zu Ostern und zu Weihnachten sowie zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten. Bei Hochzeiten werden Sie zwischen Suppe und Hauptgericht mit Hühnerragout gereicht. Viel Spaß bei der Zubereitung dieser Delikatesse nach dem Rezept von Jasna Pušec, der Chefköchin des Labiner Restaurants Velo kafe.
Teig:
300 g Mehl (Typ 550)
1 Ei
Wasser
Füllung:
300 g Frischkäse
200 g geriebener Hartkäse
1-2 Esslöffel in Schnaps oder Rum eingeweichter Rosinen
Zitronenschale
1 Eigelb
Zucker nach Geschmack
Brotkrümmel nach Bedarf

Für den Teig vermengen Sie alle Zutaten miteinander und verkneten Sie sie zu einem Teig, den Sie etwas ruhen lassen und anschließend dünn ausrollen.
Vermengen Sie alle Zutaten für die Füllung miteinander bis eine gleichförmige Masse entsteht. Falls sie zu flüssig ist, geben Sie etwas Brotkrümmel dazu.
Schneiden Sie nun den augerollten Teig in breite Bänder, geben Sie die Füllung auf ein Band und decken Sie es mit einem anderen Teigband zu. Nun schneiden Sie mit einer runden Form oder einem Glas daraus krafi. Anschließend drücken Sie die Krafiränder mit einer Gabel zusammen.
Krafi als kleines sebstständiges Gericht in kochendem Wasser kochen, mit Butter übergießen und mit geriebenem Käse bestreut servieren.
Krafi als Beilage zum Braten werden mit Bratensauce übergossen und zum Braten und gebratenem Gemüse gereicht.
Als Nachtisch werden krafi entwerder im Öl gebraten, oder gekocht und anschließend mit einer Karamelsauce mit Sahne, die mit Schnaps flambiert wird, übergossen. In die Karamelsoße kann man etwas Sauerkirschlikör geben.
Guten Appetit!

 

Die Labiner Göttin Sentona

Die liburnische Göttin Sentona wurde in Labin und seiner Umgebung sowie von Raša bis nach Plomin verehrt, worüber noch heute römische Votivdenkmäler aus dem I. und II. Jahrhundert zeugen. Diese sind im Volksmuseum in Labin ausgestellt. Das alte illyrische Volk der geschickten Seeleuete, das den Osten Istriens besiedelte, verehrte weibliche Gottheiten. Es wird angenommen, dass Sentona ursprünglich die Schutzpatronin der Kinder war, die zum ersten Mal ihr Zuhause verlassen sowie die Schutzpatronin der Resienden. So ist es kein Wunder, dass sie gerade in der Labiner Gegend verehrt wurde, denn die auf einem Hügel oberhalb des Meeres gelegene Stadt war seit eh und je ein Messeort und Grenzgebiet zwischen verschiedenen benachbarten Staaten und ein Kreuzpunkt vieler Kultureinflüsse. Die wiederbelebte Göttin Sentona können Sie von Juni bis September bei der kostenfreien nächtlichen Stadtführung durch die Altstadt von Labin sehen, denn die Stadtführerinnen tragen die einzig für diesen Zweck neuentworfenen Sentona-Kleider. Zu Ehren der Sentona erhielt auch der schönste Wanderweg der Gegend, der von Labin nach Rabac führt, den Namen der Göttin. Nur ein paar hundert Meter von der schönsten Rabac-Bucht entfernt liegt das schönste Naturschutzgebiet der Gegend, das die Göttin Ihnen gern enthüllen und Sie in Ihre Kindheit und die vergessenen Phantasielandschaften zurückversetzen wird. Vom frischem Lorbeer- und Pinienduft bezaubert tauchen Sie gleich in die märchenhaften Feenhaine ein, durch die sich Bächlein und Sturzbäche, überquert von insgesamt sieben kleinen Brücken, hindurchschlängeln, während sich die Wasserfälle des Baches Pećina über die gewundenen Sinterbarrieren rauschend übergießen. Das Quellenwasser trieb einst die alte Mühle an, deren Ruine immer noch am großten Wasserfall zu sehen ist. Hier stürzt das Wasser in einen kleinen, türkisfarbenen See hinein. Nach der Besichtigung des bezaubernden mittelalterlichen Stadtkerns von Labin begeben Sie sich entland der Aleja Velikana (die Verdienten-Allee) und durch die Pineta (Pinienwald) hindurch zum Sitz des Touristenverbandes der Stadt Labin, wo der Sentona-Wanderweg nach Rabac beginnt. Auf dem Weg nach Rabac kommen Sie auch an der geheimnisvollen Negri-Grotte vorbei, in der eine Quelle verborgen ist.
http://bit.ly/2ELNZZP

 

Unbekanntes über Matthias Flacius Illyricus

Dieses Jahr feiert Labin den 500. Jahrestag des Geburtstags seines berühmtesten Mitbürgers Matthias Flacius Illyricus (Matija Vlačić, Labin 3. März. 1520 – Frankfurt/M, 11. März. 1575). Der lutherische Reformgelehrte, Theologe, Philologe, Philosoph und Kirchenhistoriker Matthias Flacius hatte ein durchaus bewegtes Leben. Neben der Sorge um die Familie und sogar 18 Kinder schaffte er es, mehr als 200 Bücher und Schriften zu verfassen. Er wurde in Labin (Albona) geboren, das zu jener Zeit venezianisches Hoheitsgebiet war. Mit 16 verließ er siene Heimatstadt um in Venedig zu studieren. Sein Onkel Baldo Lupetina (Baldo Lupetino), der Provinzial des Franziskanerordens auf der Insel Cres (Cherso) war und reformatorische Ideen unterstützte, veranlasste ihn, seine humanistischen Studien in Deutschland fortzusetzen. Mit 24 Jahren erwarb er in Wittenberg den akademischen Grad eines Magisters, heiratete und lernte Martin Luther kennen, dem er sein ganzes Leben lang treu blieb.
Mit seiner ersten Frau Elisabeth Faust, die er 1545 heiratete, hatte Matthias 12 Kinder. Nach ihrem Tod heiratete er 1564 Magdalena Ilbeck, die im noch 6 Kinder gebar. Sein ältester Sohn, Matthias Flacius der Jüngere, wurde 1547 in Braunschweig geboren, wo Matthias und Elisabeth als lutherische Flüchtlinge lebten.
Matthias Flacius der Jüngere wurden in Rostock zum Doktor der Medizin promoviert, während sein jüngerer Sohn Hosche im Alter dement war.
In Magdeburg erweiterte Matthias Flacius Illyricus seine publizistische und verlägerische Tätigkeiten und begann die Arbeit an den Magdeburger Centurien – einem Riesenprojekt zur Geschichte der ersten 13 Jahrhunderten der Christentumsgeschichte in 11 großen Bänden. Auf Einladung des Stadtsenats von Antwerpen lebte er eine kurze Zeit auch in dieser Stadt. Dort verfasste er die Antwerpener Bekenntnisschrift für Lutheraner in den Niederlanden. Sein zweitältester Sohn Daniel begleitete den Vater auf den zahlreichen Reisen und war auch an seinem Sterbebett dabei.
www.flacius.info

 

Der erneuerte Labiner šoht (Grubenturm)

Im Rahmen der Feierlichketien zum 99. Jahrestag der Labiner Republik wurden vorigen Monat umfangreiche Arbeiten an der Erneuerung des Grubenturms, dem Symbol des Bergbaus in Labin, beendet. Die beschädigten Teile der Stahlkonstruktion sowie andere wichtige Teile und Konstruktionen wurden durch neue ersetzt, und der ganze Turm gesäubert, gegen Korrosion geschützt und neubemalt. Auf die gleiche Weise wurde auch die Aufschrift Tito, die jahrzehntelang auf der Turmspitze stand, erneuert. Die Erneuerung der Bauten und Symbole des Industreierbes in der Labiner Gegend findet im Rahmen der Vorbereitungen auf das große Jubiläum stattt - den 100. Jahrestag des Streiks und der Selbstverwaltung der der Labiner Bergleute, die einen der europaweit ersten Aufstände gegen den Faschismus waren.

 

100 Miles of Istria

Wegen der Pandemie des Koronavirus wurde das größte internationale Ultra Trail in Kroatien, das „100 Meilen Istriens“-Rennen, das ein Teil des Ultra Trail Weltcups (Ultra Trail World Tour) ist, abgesagt und auf den 24. – 27. September 2020 verlegt. Alle Infos zum Ultra Trail verflogen Sie bitte unter
www.istria100.com